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07.10.2020

Personalrochade in Bergedorf – SPD wählt neuen Kreisvorstand

Großes Stühlerücken bei der Bergedorfer Sozialdemokratie: Nach 19 Jahren im Amt macht Ties Rabe Platz für die kommende Generation. Paul Kleszcz leitet künftig federführend die Geschicke des rund 600 Mitglieder starken Kreisverbands. Mit 81,6% wurde der 34-jährige am vergangenen Samstag an die Spitze der Bergedorfer SPD gewählt. Dem vorausgegangen war eine klassisch sozialdemokratische Rede, in der Kleszcz seine SPD als eine Partei des Kümmerns beschrieb. Festgemacht an der eigenen familiären Biographie erklärte er den rund 60 Delegierten auf der hygienekonform abgehaltenen Kreisdelegiertenversammlung, warum für ihn grundsätzlich nur eine Partei in Betracht kam, für die er sich seit Jahren, erst als Vorsitzender der Bergedorfer Jusos, später dann als stellvertretender Kreisvorsitzender und Fraktionsvorsitzender in der Bezirksversammlung, aufreibt. „Als SPD Bergedorf werden wir uns weiterhin um die Probleme der Menschen vor Ort kümmern. Mit unseren vielen Mitgliedern und Abgeordneten aus Bezirksversammlung, Bürgerschaft und Bundestag wollen wir für alle Bergedorferinnen und Bergedorfer Ansprechpartner sein“ beschreibt Kleszcz seine Agenda der nächsten Jahre. An seiner Seite stehen ihm in den kommenden zwei Jahren Simone Gündüz und Nils Springborn, die jeweils mit rund 75% in ihr Amt als stellvertretende Kreisvorsitzende gewählt wurden. Gündüz, 42 Jahre jung, Gesundheitspolitikerin aus Leidenschaft und langjährige Bezirksabgeordnete und Nils Springborn (32), frischgebackener Bürgerschaftsabgeordneter und dort vorrangig mit Schulpolitik befasst, sind dabei ebenso neu in ihrem Amt wie Kleszcz. Komplettiert wird der geschäftsführende Kreisvorstand von Lisa Rabe als Kassiererin, die dieses Amt bereits seit der vergangenen Legislatur ausübt und mit starken 91% gewählt wurde.

Auch abseits der Kreisspitze drehte sich das Rad ganz ordentlich. Aus verschiedensten Gründen kandidierten als Beisitzer*innen nicht mehr Burak Gündogan, Heinz Jarchow, Daniel Arthur, Waltraud Urban, Hartmut Lutz, Timo Gosch, Antje Probst-Kassner und Andreas Tilsner. Neu in diesem Gremium sind hingegen Alexander Mohrenberg, Gabi Kaiser, Hans-Hermann Mauer, Hannah Arthur, Holger Horn, Bernhard Pufahl, Martin Bönewitz, Christine Niemeyer sowie Paul Ole Gasthuber und - zumindest in dieser Position neu - Ties Rabe. „Ich freue mich ganz besonders, dass uns Ties Rabe, der am längsten amtierende Kreisvorsitzende in der Nachkriegsgeschichte der Bergedorfer SPD, mit seiner Expertise weiterhin zur Seite steht.“, zeigte sich Kleszcz diesbezüglich begeistert.

Als zweiter zwingend erwähnenswerter Abgang ist die scheidende stellvertretende Kreisvorsitzende Christel Oldenburg zu nennen, ist sie doch in den letzten Jahren stets stellvertretend für den Kreisvorstand Ansprechpartnerin für Wehwehchen aller Art gewesen, hat das Bergedorfer Kreisblatt ganz maßgeblich mit verantwortet und gestaltet, erfolgreich in Konflikten vermittelt und die Bergedorfer Interessen mit Vehemenz in der Landespolitik vertreten. Dafür wurde ihr herzlich gedankt und allerorten gehofft, dass Oldenburg auch ohne offizielles Parteiamt die Bergedorfer SPD weiterhin bereichert.

Damit steht der neue Kreisvorstand. 9 Frauen und 11 Männer werden gemeinsam mit allen anderen Mitgliedern die kommenden zwei Jahre gestalten. Wenn man bedenkt, dass 7 Mitglieder des neuen Kreisvorstands noch nicht einmal das 40. Lebensjahr erreicht haben, ist auch über diese eine Legislatur hinaus mit einer schlagkräftigen Bergedorfer Sozialdemokratie zu rechen. Glück auf!