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Petra Petersen-Griem,
27.10.2020

Katja Kramer einstimmig zur Vorsitzenden gewählt: Frischer Wind für die Fraktion

Katja Kramer, 31 Jahre jung, verheiratet, beschäftigt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Katholischen Kinderkrankenhauses Wilhelmstift, leidenschaftliche Hundehalterin und neue Vorsitzende der SPD-Fraktion Bergedorf. Wie sie zur Politik gekommen ist? O-Ton Kramer: „Lisa Rabe (Anm. d. Red.: ebenfalls Bezirksversammlungsabgeordnete) und ich waren zusammen auf einer Schule und in einem Jahrgang. In unseren gemeinsamen Freistunden jeden Montag erzählte Lisa witzige Situationen von den Juso-Abenden der vergangenen Wochenenden. Ich ging dann irgendwann mal mit und blieb hängen.“

Nach der Schule studierte Kramer Sozialökonomie an der Universität Hamburg und arbeitete für einige Jahre bei einer Tochtergesellschaft der AWO, bevor sie ihre jetzige Tätigkeit aufnahm. Ihre Liebe zu Hunden hat sie zwischenzeitlich zu ihrem Nebenberuf gemacht und eine Weiterbildung zur Physiotherapeutin für Kleintiere absolviert. Der Politik blieb sie treu und vertritt seit nunmehr neun Jahren Lohbrügge in der Bezirksversammlung Bergedorf. Ihre besonderen Interessen gelten den sozialen Themen, insbesondere der Gesundheit und Integration. Mit der Verantwortung wachse aber auch das Interesse für andere Themen, sagt sie. Die Fraktion hält sie mit Blick auf die Frauen für sehr gut aufgestellt und vorbildhaft. Auf die Frage danach, warum es scheinbar immer noch „Männer-Ausschüsse“ gebe, antwortet sie: „Wir sind sieben Frauen und fünf Männer. Im Vorstand sind wir drei Frauen und zwei Männer. Wer am Ende welche Rolle innerhalb der Fraktion spielt, finde ich für diesen Punkt nicht den wichtigsten Punkt. Um politisches Engagement zu fördern und eben auch den Spaß an der Arbeit nicht zu verlieren, halte ich es für unabdingbar, dass sich jeder in den Bereichen ausleben und engagieren darf, in denen er das gerne möchte. Und wenn wir in einem Ausschuss keine Frau haben und dafür nur engagierte Männer, aber in einem anderen Ausschuss nur engagierte Frauen, dann ist das so. Ich denke, zu einer effektiven und sinnstiftenden Arbeit gehört die freie persönliche Entscheidung, für was ich mich dann engagiere, absolut dazu. Ich bin sehr dankbar über die Zusammensetzung meiner Fraktion, sowohl fachlich wie auch menschlich.“

Dennoch bleibt festzuhalten, dass Kramer nach Christine Steinert erst die zweite Frau ist, die die Bergedorfer Fraktion anführt. Ihre erfrischende und unkomplizierte Art begeistert. Ihr Führungsstil ist es, der überzeugt. Sie ist eine absolute Teamplayerin: „Am Ende muss es jemanden geben, der alle Argumente zusammenführt, alle Blickwinkel versucht zu erfassen und auf ein gemeinsames Ziel lenkt. Ich alleine werde keine der kommenden Bezirkswahlen für die SPD gewinnen können. Das schaffen wir nur als geschlossene Fraktion! Davon bin ich fest überzeugt.“

So ist es. Good luck!