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Paul Ole Gasthuber,
04.11.2020

Bergedorfer Jusos zoomen sich durch die Welt

Für die Bergedorfer Jusos scheint es in der Zwischenzeit das Normalste der Welt. Die Juso-Kreisvorstandssitzungen finden auf Zoom statt, ebenso Veranstaltungen und Netzwerktreffen mit Jusos aus der ganzen Republik: Die virtuelle Plattform macht‘s möglich, trotz Kontaktbeschränkungen miteinander ins Gespräch zu kommen. Auch am 4.11., der Nacht der US-Wahl, trafen sich die Jusos aus Bergedorf, Uelzen Lüchow-Dannenberg und Freiburg im Netz, um beim Wahlkrimi Trump-Biden zumindest eine Zeitlang mitzufiebern. Als fachkundiger Gesprächspartner war MdB Metin Hakverdi dabei. Dass so ein Wahlabend auch „getrennt-gemeinsam“ packend und spannend sein kann, ist seit diesem Abend gewiss.

Mittwochabend, 4.11.2020, 19 Uhr: 26 mehr oder weniger Jusos aus Uelzen Lüchow-Dannenberg, Freiburg und Bergedorf treffen sich, um mit Hakverdie die ungewöhnliche und unübersichtliche Lage zu analysieren. Der Vorsprung Bidens ist knapp, die Fragezeichen sind groß.

Zunächst: Was passiert nun? Wird Trump zum Widerstand aufrufen oder werden durch seine Politik protegierten Gruppen zu den Waffen greifen? Mehr als genug davon sind im Umlauf, und die Rhetorik einiger Trump-Anhänger*innen lässt uns dies nicht ausschließen. Wir stellen nach einer kurzen Diskussion fest: Genaues weiß man nicht. Es bleibt abzuwarten und auf einen friedlichen Verlauf zu hoffen. Wir gehen über zu einer Frage, die uns alle interessiert und mit weniger Mutmaßung zu beantworten ist: Wie lief die Wahl eigentlich genau ab? Gar nicht so einfach zu beantworten, denn das Wahlrecht unterscheidet sich von Bundesstaat zu Bundesstaat. Ein Grund, weshalb das Ergebnis noch nicht feststeht und Trump in einzelnen Bundesstaten versucht, mit rechtlichen Mitteln die Auszählung von Briefwahlstimmen zu verhindern. Hätte es noch einen Beweis für Trumps Demokratieverständnis gebraucht: Voilà!

Aber mal angenommen - und gehofft - Biden zieht im Januar ohne große Probleme ins Weiße Haus ein: Kann er die tiefe Spaltung der US-amerikanischen Bevölkerung heilen?

Klar ist: Alleine dadurch, dass nunmehr wieder eine Person an der Spitze des Landes stehen würde, die nicht bei jeder Gelegenheit lügt, in populistischer Weise par excellence die Institutionen der Demokratie und damit die Demokratie an sich vernichtet, ist bereits viel gewonnen, auch wenn dadurch noch lange nichts gut wird.

Gegen 21:15 Uhr ist zwar nicht die letzte Frage gestellt, aber die Luft so langsam raus. Man ist sich einig: Es war ein spannender und dank Hakverdi informativer Abend. Davon begeistert, wie angenehm und bemerkenswert natürlich der digitale Austausch vonstattenging, endete die Veranstaltung mit Komplimenten an die Moderation, die von Seiten der Bergedorfer von Leon Knauer übernommen wurde.