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Gerhard Lein,
29.04.2016

Stillschweigende Abwicklung des Zentrums für Holzwirtschaft an der Leuschnerstraße? Wir sagen: Nein!

Jetzt ist dieser Ort ein Zentrum des Protestes geworden. Plakate an den Zäunen an Leuschnerstraße und Heidkampsredder. Sie machen auf Pläne der Universität aufmerksam, nach denen dieser (kleine) Teil der großen MIN-Fakultät abgewickelt werden soll (MIN steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften). Da regt sich verständlicherweise Widerstand. Die Opposition in der Bürgerschaft sagt, das liegt daran, dass die Regierung unsere Hochschulen kaputtspare. Sagt sich natürlich leicht in der Opposition. Die Wahrheit ist komplizierter. Die MIN-Fakultät möchte gerne Mittel auf einen besonderen Exzellenz-Bereich konzentrieren und muss dadurch anderswo kürzen. Das ist eine Entscheidung der Universität, die sie im Rahmen der sog. Hochschulautonomie treffen kann.
Unsere Aufgabe als Politiker ist indes, dass wir auf die Folgen einer solchen Entscheidung aufmerksam machen und aktiv helfen, z.B. durch Verhandlungen mit dem Bund, durch Gespräche mit der Wirtschaft, ja auch durch auskömmliche Finanzierung unserer Hochschulen. Ich sag’s mal für mich als Bergedorfer Abgeordneter und Mitglied (u.a.) im Ausschuss für Wissenschaft und Forschung: Wir müssen diesen Kahlschlag verhindern helfen. Universitätspräsident Lenzen hat in einer ersten Reaktion schon signalisiert, dass „unter meiner Begleitung eine nachhaltige Zukunftssicherung des Studienganges Holzwirtschaft an der Universität Hamburg“ herbeigeführt werden soll (so seine Pressemitteilung). Jetzt aber sich zurückzulehnen, nach dem Motto, dass schon alles gut wäre, wäre falsch. Große Firmen, wissenschaftliche Institute und Vereinigungen haben gegenüber der Senatorin Fegebank und der Universität Hamburg protestiert.
Gespräche der Holzwirtschaft mit der Universität lassen hoffen, dass es auch einen nennenswerten Beitrag der Wirtschaft geben könnte, mit dem dieser für sie wichtige Forschungsstandort gestützt werden kann. Noch aber wird hinter den Kulissen kräftig gerangelt. Auch die seit längerer Zeit unterbrochenen Gespräche mit dem Thünen-Institut des Bundes müssen mit Hilfe der Wissenschaftsbehörde wieder belebt werden.
Gemeinsam mit meiner grünen Kollegin Dr. Carola Timm aus Bergedorf habe ich einen Termin im Zentrum für Holzwirtschaft wahrgenommen und unser Verständnis für den Kampf um die Erhaltung signalisiert. Mehrere weitere Treffen haben mich jeweils auf den aktuellen Stand gebracht. Der Kreisvorstand wird sich mit dem Thema befassen.
Wir Bergedorfer sollten um unseren wichtigen Forschungs-Standort kämpfen.