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Metin Hakverdi,
02.04.2017

60 Jahre europäische Verträge: Warum wir eine selbstbewusste EU brauchen

Und heute?

Immer mehr Menschen versammeln sich derzeit in vielen europäischen Städten, um gemeinsam für ein vereintes Europa auf die Straße zu gehen. Die Idee des europäischen Projektes findet lautstarke Unterstützung durch proeuropäische Bürgerinitiativen wie „Pulse of Europe“. Ziel ist es den europäischen Gedanken wieder sichtbar und hörbar zu machen.

Solche Initiativen sind nötig geworden, weil der Zusammenhalt der europäischen Gemeinschaft auf die Probe gestellt wird. Wir müssen nach dem Brexit die zukünftige Ausrichtung der EU-27 festlegen und selbstbewusst in die Zukunft sehen.

Ich halte eine starke EU aus vielen Gründen für wichtig, einer der stärksten ist für mich seit jeher der Blick zurück gewesen: Nur wenige Jahre nach den verheerenden Zerstörungen und dem unermesslichen Leid des Zweiten Weltkrieges reichten sich damals ehemalige Feinde die Hand. Im festen Wille, dass nicht länger Schlachtfelder und Schützengräben, sondern eine enge Zusammenarbeit auf den Grundwerten von Frieden, Freiheit und Recht die Zukunft Europas bestimmen sollten. Die sechs Gründungsstaaten der heutigen Europäischen Union (Deutschland, Frankreich, Italien und die Benelux-Länder) legten damit den Grundstein für eines der mutigsten und erfolgreichsten Friedensprojekte der Menschheit.

Mehr denn je hängt unser Wohl heute davon ab, dass wir einem zerstörerischen Nationalismus auf unserem Kontinent Einhalt gebieten und Probleme solidarisch lösen. Nur gemeinsam können wir in Europa unsere Freiheit, unsere Sicherheit und unseren Wohlstand in einer sich dynamisch wandelnden Welt wahren.